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Zugang zu sauberem Trinkwasser

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Ziel

Wasser ist ein Grundrecht. Auf Basis der Milleniumsziele der Vereinten Nationen soll bis 2015 die Zahl der Menschen ohne dauerhaft gesicherten Zugang zu hygienisch einwandfreiem Trinkwasser halbiert werden. Dieses Ziel unterstützen wir mit der Installation von Zisternen und dem Bau von Brunnen.

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April 2014

Die drei Brunnen funktionieren seit gut zwei Jahren nahezu problemlos. Es wurde für jeden Brunnen eine verantwortliche Person eingeteilt, die sich um Behebung von Störungen kümmert.

Februar 2012

Alle drei bisher fertiggestellten Brunnen wurden von Vertretern der Bezirksregierung feierlich eingeweiht.

 

Oktober 2011

Der erste Brunnen wurde fertig gestellt: das Wasser fließt! 

 

Der Besuch von Father Remmy Lubwama in Bad Honnef wurde genutzt, um in zwei Teammeetings über notwendige Maßnahmen zur dauerhaften Betriebsfähigkeit der Brunnen zu diskutieren. Es ist geplant, dem durch Hand in Hand bereits ausgebildeten Charles Mubiru (unter anderem auch für die Solaranlagen zuständig) auch die Verantwortung für Instandhaltung bzw. evtl. Reparaturen zu übertragen. Weiter wird über Maßnahmen zum Schutz vor Vandalismus nachgedacht.

 

August 2011

Die Arbeiten zur Restaurierung des ersten Wasserlochs sind gestartet, unter Leitung der Fachfirma, aber mit begeisterter Mithilfe der Bewohner Kasambyas – eben Hand in Hand! Auch bei der Mitarbeit für die lebensnotwendige Infrastruktur kommen Spaß und Gemeinsachaft nicht zu kurz.

Die Kosten bis hierhin beliefen sich auf 8 Mio Ugand. Schilling, etwas über 2.000 Euro, im Einzelnen ca. 1.600 € für Material (davon knappe 600 € für die Pumpen), ca. 400 für Transporte / Logistik und 350 € Erstzahlung an das Bauunternehmen. Daneben haben die Bewohner Kasambyas tatkräftig mitgeholfen, sich an den Transporten beteiligt und tatkräftig beim Graben und Einfassen mitgeholfen. Eben alles Hand-in-Hand. 

 

Juli 2011

Es geht los! Das Hand in Hand -Team Kasambyas informiert die Dorfbewohner über die anstehenden Arbeiten und zukünftige Nutzung der Brunnen – für alle frei zugänglich - , wirbt um Mitarbeit und sammelt für Materialien, wie Steine, Sand und Zement. Mitte Juli wird das erste Baumaterial angeliefert.

Weitere Materialien wie Brunnenringe, Zement, Draht, Dachpappe und Wasserpumpen werden gekauft und - teilweise durch die aktiven Hand in Hand Helfer selbst - ins Dorf transportiert. Teammitglied Melanie Eimermacher kann sich während Ihres Kasambya-Aufenthalts vor Ort ein Bild davon machen.


Frühjahr 2011

Passend zu den Abstimmungen zwischen dem deutschen und dem ugandischen Team ist Teammitglied Jürgen Dengel während seines Kasambya-Aufenthalts im Februar live bei der Suche nach geeigneten „Bauplätzen" dabei.

Seit April 2011 liegen Expertenaussagen aus Uganda und ein konkreter Kostenvoranschlag eines regionalen Bauunternehmens vor. Die Beauftragung wird durch das Hand-in-Hand Team vor Ort erfolgen und soll bei guten Wetterbedingungen (abgestimmt auf Trockenperiode) schnellstmöglich starten. Hand-in-Hand Deutschland beschließt, zunächst für 5.000 € drei von fünf zentralen Wasserlöchern zu sanieren und überweist das Geld auf das ugandische Hand-in-Hand Konto. Aufgrund der unerwarteten politischen Aufstände in Uganda Ende April / Anfang Mai und damit einhergehender massiver Inflation ist unklar, wann und zu welchem Preis die Arbeiten beginnen können.

 

2010

Trotz der Versorgung von 35 Familien mit den Zisternen bittet die Dorfgemeinschaft – u.a. im Rahmen eines gesamtheitlichen 5jahres-Plans für Landwirtschaft und Gesundheit – um den Bau von Brunnen. Anstelle von Bohrungen wird auch die Möglichkeit, bestehende Wasserlöcher im Dorf zu Brunnen „auszubauen“, das heißt, einzufassen, diskutiert. Voraussetzung für einen langfristigen Erfolg (Pflege und Instandhaltung sowie Schutz gegen Zerstörung) ist die Motivation der gesamten Bevölkerung. Eine evtl. Brunnensanierung soll daher eigenständig durch das Team in Kasambya organisiert und begleitet werden, federführend durch Father Remmy Lubwama, dem katholischen Priester vor Ort, der ständig per E-Mail oder SMS mit Hand-in-Hand Deutschland in Kontakt steht. Wasser wird, nicht nur in Afrika generell als kostenloses Grundrecht für jedermann angesehen, d.h. es besteht keinerlei Bereitschaft, dafür zu bezahlen. Ein Ausschluss, z.B. von inaktiven Dorfmitgliedern, würde jedoch die Notwendigkeit der Einzäunung mit sich bringen und erhöhtes Vandalismusrisiko. Wegen des hohen Nutzens von sauberem Wasser für die Gesundheit der Bevölkerung und Sicherheit der Frauen und Kinder wurde beschlossen, als Ausnahme vom Hand-in-Hand Grundsatz „Keine Hilfe ohne Mithilfe – keine Geschenke“ die Brunnennutzung allen Bewohnern Kasambya’s frei zu stellen. Dennoch soll die Bevölkerung aktiv bei der Umsetzung mithelfen.

 

31. Dezember 2007 - 35 Häuser sind mit Wasser versorgt

Es hat nur zweieinhalb Jahre gedauert bis von der ersten Idee die letzten Häuser mit Zisternen versorgt werden konnten.170 Menschen haben jetzt ständigen Zugriff auf Trinkwasser an ihrem Haus.

 

2005 bis 2007

In Uganda regnet es zu jeder Jahreszeit ausreichend. Hand in Hand hat aus Risikogründen bisher von der Bohrung eines Brunnens Abstand genommen und versorgen zunächst einige Häuser mit 3.000 Liter großen Regenwasserzisternen. Bis Mitte 2010 wurden aus Hand in Hand - Mitteln für 35 Häuser 3.000 l Zisternen für das Auffangen von Regenwasser installiert. Diese Maßnahmen helfen den Hausbewohnern und ihren Nachbarn, sind aber relativ teuer da neben den Zisternen selber für Fundamentbau und die meist notwendige Dachsanierung rund 1.000 € pro Projekt anfallen. Es waren mehrere Schritte erforderlich:

1. Bau eines Fundaments 

 

2. Auswechseln der maroden Dächer   

3. Fertigstellung und Nutzung durch die Familien und Ihre Nachbarn

Dennoch wünschen sich die Bewohner zur Bewässerung ihres Ackerlandes während der Trockenzeit einen Brunnen. Wir sind dabei die Möglichkeiten zu prüfen.

Ausgangslage 2004

Leichter zugängliches, auch während der trockeneren Jahreszeiten verfügbares und vor allen Dingen sauberes Wasser würde den Hygiene- und somit Gesundheitsstatus der Ortsbewohner deutlich verbessern und auch Aufwand und Risiko bei der aktuellen Wasserversorgung mindern. 

In Uganda gibt es ganzjährig genügend Regenwasser: Es gibt quasi drei „Regenzeiten“ mit über 100 – 120 mm Niederschlag pro Monat, die „trockenen“ Monate bringen meist auch etwas Wasser, rd. 30 mm. Zum Vergleich fielen in Deutschland im Kölner Raum in 2009 pro Monat zwischen 25 und 104 mm Niederschlag. Zur Zeit muss das „Trinkwasser“ entweder von einem rd. 4 km entfernten Bach, der u.a. auch für Körperpflege und zum Wäschewaschen benutzt wird, geholt und auf den schlechten Wegen zu Fuß oder per Fahrrad leicht bergauf zu den Häusern geschafft werden. Dies ist meist Aufgabe der Frauen und Kinder.Alternativ schöpfen die Dorfbewohner Wasser aus einigen auf dem Land verteilten, verschlammten Wasserlöchern. 

 

Gesundheit/Hygiene

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Ziel

Nur gesunde Menschen können sich weiter entwickeln. Wir optimieren die Krankenversorgung sowie die Vorbeugung von Krankheiten.

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September 2014

Wir sind dabei, unsere ausgebildeten Gesundheitshelfer für den Fall, dass sich der Ebola Virus bis nach Uganda ausbreiten sollte zu schulen. Sie werden, falls die Ugandische Regierung den Ernstfall ausruft, vorbereitet sein, die Menschen in unserem Projekt und dem gesamten Umfeld sofort über hygienische und verhaltenstechnische Schutzmaßnahmen informieren zu können. 

April 2014

Die beiden Gesundheitshelfer betreiben Vorsorge, beraten, klären auf und helfen bei Krankheiten. Hier Kivumbi Nalongo auf dem Weg zu den nächsten Patienten.

 

28. Februar 2012 - Start der Ausbildung von zwei Gesundheitshelfern

Dr. Mugambe hat 2 Gesundheitsberater ausgewählt: Mathia Mulumba, (Gesundheit, Haus 67) und Alice Nalwanga (Ernährung, Haus 93). Die Ausbildung beginnt in Kürze.

 

April 2011 - Dr. Mugambe ist beratender Arzt unseres Projektes

Dr. Mugambe betreibt im 30 Kilometer entfernten Mityana eine Praxis und hat unserem Projekt ärztliche Unterstützung zugesagt. Er wird unter anderem zwei Bewohner unseres Dorfes zu Gesundheitshelfern ausbilden.

 

9. Juni 2010 - Verteilung von Moskitonetzen an alle Bewohner

Über ein Jahr hat es gedauert, bis sie neuen Moskitonetze geliefert werden konnten. Insgesamt 293 Netze konnten die Bewohner in Empfang nehmen.

 

14. April 2009 - Die Bewohner wurden in der Nutzung von Moskitonetzen geschult 

Nahezu unbekannt waren Moskitonetze. Die Nutzung von Moskitonetzen bietet, bei richtiger Anwendung einen fast 100%igen Schutz vor Malaria.

 

21. Mai 2010 - Dorfgesundheitsprojekt für Kasambya zeigt Erfolge

Zwischenbericht von Dr. Ulrich Schmitz

Die Gesundheitsstation in Naluggi, in dem auch die Bewohner aus dem ca. 3 km entfernten Kasambya medizinische Hilfe suchen, ist mit 11 komplett ausgestatteten Krankenhausbetten aus Spenden des Vereins Father Charles Convention e.V. versorgt worden. Am 1. Mai 2010 sind noch zusätzlich 9 Kinderbettchen geordert worden.



Der Verein will in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe für das ugandische Dorf Kasambya fördern.
Dennoch ist es in dem Verantwortungsbereich Gesundheit und Hygiene, für die ich in dem Team zuständig bin, in diesem Fall unumgänglich, direkte Sachspenden ohne Gegenleistung zu erbringen, damit ein kleiner Schritt getan wird, die immer noch hohe Sterblichkeitsrate der Mütter und Kinder in Uganda zu senken.
Gerade in der ländlichen Regionen, wo 80 Prozent der Bevölkerung - wie in unserem Kasambya - in Armut leben, ist die medizinische Versorgung mehr als unzureichend.
Durch die Erweiterung der Krankenstation in Naluggi wollen wir zusammen mit der italienischen Organisation O.N.L.U.S. mit unseren bescheidenen Mitteln einen Beitrag zur positiven Entwicklung in den Schwellen- und Dritte-Welt-Ländern ausbauen, damit die dort lebende Bevölkerung einen Zugang zur Behandlung und Vorsorge von Krankheiten wie Aids und den gefährlichen Infektionskrankheiten z.B. Malaria und Tuberkulose erhält.
Vor wenigen Tagen erst wurde von Amerikanischen Wissenschaftlern im Zusammenhang mit dem fünften Millenium-Entwicklungsziel der Vereinten Nationen für die Schwellenländer eine Studie veröffentlicht, wieviele Mütter und Kinder während Schwangerschaft und um den Geburtstermin an Aids versterben. Die Zahlen sind rückläufig, aber immer noch deprimierend hoch.
Bei meiner Reise im Februar letzten Jahres nach Uganda und dem damit verbundenen Besuch in Kasambya und Naluggi wurde ich persönlich Zeuge von Krankheitsfällen, bei denen mangels Kenntnisse über die Aidskrankheit die Mütter ihre Neugeborenen mit dem HI Virus infizieren und dadurch insgesamt zahlreiche Aidswaisen mit ihren damit verbundenen Problemen und Folgen hinterlassen.
Nur 1 Beispiel:
Ich hatte vor meinem Besuch über Beziehungen in Kampala 100 HIV Schnelltests für die Gesundheitsstation Naluggi eingekauft. Bei der Einweisung der Stationsschwestern fiel mir ein etwa 8- jähriger Junge auf, der ausgerechnet an dem Tag als Vollwaise in Begleitung seiner Oma das Health-Center aufsuchte und an seinem Körper ausgeprägte Hautveränderungen aufwies, die er angeblich seit seiner Geburt hatte. Bei meinem ugandischen Kollegen und mir wurde sehr rasch der Verdacht geäußert, dass es sich in diesem Fall um eine AIDS-Erkrankung handeln könnte. Wir probierten an dem Jungen den Test aus und unser Verdacht wurde bestätigt.
Wie zuversichtlich waren wir, da eine Therapie eingeleitet und durch die Vermittlung einer Patenschaft durch unseren Verein diesem Jungen eine Chance zum Überleben in Aussicht gestellt werden konnte!
Das Fortschreiten der Erkrankung war aber schneller als wir und dadurch der Tod nicht mehr aufzuhalten. Joseph starb für uns viel zu früh, schnell und auch überraschend im Februar diesen Jahres, also genau 1 Jahr später.
Heute frage ich mich, warum ich nicht schon vor 10 Jahren dort war und die inzwischen verstorbene Mutter auf die Möglichkeiten einer Verhinderung der Infektionsübertragung zum Zeitpunkt der Geburt hinweisen konnte. Aber da gab es noch nicht unseren Verein „Hand in Hand for a better life“.
Sehr viel Optimismus strahlt in diesem Zusammenhang eine Meldung der gemeinnützigen Organisation SES (Senioren Experten Sevice) aus, die in Bonn ansässig ist und in der weltweit etwa 600 Vertreter aus dem Gesundheitsbereich tätig sind. In einer vorbildlichenbilden Aktion bilden Mitarbeiter im Norden Ugandas in einem Ausbildungszentrum einheimisches Personal in Hilfe zur Selbsthilfe aus.
Wir sind nur für 1 Dorf auf dem Land in Uganda aktiv, aber machen mit der Einrichtung des alten und neuen Gesundheitszentrums in Naluggi bescheiden einen kleinen Schritt in diese Richtung.  Die Verbesserung der Ausstattung der Krankenstation und die Ausbildung von Beratern und Ersthelfern ganz oben auf unserem Projektplan.

 

2010 - Neues Gebäude für die Krankenstation

Die italienische Hilfsorganisation O.N.L.U.S. hat Hand in Hand mit uns ein weiteres Gebäude neben der bestehenden Krankenstation errichtet.


Wir kümmerten uns zusammen mit ihnen um die Ausstattung mit Betten und Geräten mit großzügiger Unterstützung der deutschen Hilfsorganisation Kayunga .


Es wurden 11 Krankenhausbetten für Erwachsene mit Nachtschrank geliefert und aufgebaut.



9 weitere Betten für Kinder/Säuglinge werden im Laufe des Jahres 2013 geliefert.
Weitere geplante Maßnahmen sind die fortlaufende Hygieneschulung, sowie die Ernährungs- und Familienplanungsberatung in Kasambya.

 

18. Februar 2008 - Dr. Schmitz zurück aus Kasambya

„Es ist alles ganz anders, aber wir sind mit unserem Projekt auf einem guten Weg.“ stellt Dr. Ulrich Schmitz aus Bad Honnef bei seiner Rückkehr aus Kasambya vor wenigen Tagen fest.


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„Ein traumhaft schönes Land aber unendlich viel Armut in Uganda.“ resümiert er.  Dr. Schmitz war als erster des Teams der Father Charles Convention vor Ort, hat sich informiert und erste Schritte in Sachen Gesundheitsvorsorge und Krankenbehandlung gemacht. So hat er einen einheimischen Arzt aus Kampala für das Projekt interessieren können. Dr. David Nienye wird in Zukunft sogar einen Teil seiner Praxisarbeit nach Kasambya verlegen.  Medikamente, Matratzen für die Krankenstation und einen Sterilisator hat er kurzfristig anschaffen können. Moskitonetze sind in Vorbereitung. Und er hat sogar selbst in der Krankenstation kranke Bewohner behandelt. In Kürze wird er hier ausführlich berichten.

 

Februar 2009 - Geldmittel für eine permanente Versorgung mit notwendigen Medikamenten konnten sicher gestellt werden.

 

Medikamente und Instrumente sowie ein Otoskop zur Untersuchung von sehr häufig vorkommenden Ohrenkrankheiten und einen Sterilisator wurden demonstrativ im Beisein vieler Bewohner von Kasambya vorgestellt und übergeben, damit diese erfahren konnten, dass bei gesundheitlichen Problemen dort eine Anlaufstelle existiert, an der ihnen geholfen werden kann.

 

23. Mai 2008 - AIDS ist nicht das große Problem

„Die häufigsten Krankheiten in Uganda sind die, welche am leichtesten zu vermeiden wären, nämlich Malaria, Durchfall, Wurmbefall, Erkrankungen der Luftwege, und besonders Pilzerkranklungen der Haut. Gelegentlich kommen auch Schlangenbisse vor.“ sagt Dr. Ulrich Schmitz, Teilprojektleiter für Gesundheit und Hygiene im Team.

Natürlich gibt es auch Krankheiten die wir auch kennen, wie zum Beispiel Asthma, oder Bluterkrankungen wie Sichelzellanämie. Auch sind Unfälle und Verletzungen die Ursache schwerer Erkrankungen. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung in Uganda liegt bei nur ca. 50 Jahren. Zum Vergleich werden Frauen in Deutschland durchschnittlich 80 und Männer 74 Jahre alt. Hauptgrund ist die hohe Kindersterblichkeit in Uganda. Durchschnittlich 13 Kinder von 100 werden keine 5 Jahre alt. Davon sterben ungefähr 7 schon im ersten Lebensjahr; meist kurz nach der Geburt. Die Ursachen für die hohe Kindersterblichkeit liegen in der schlechten Versorgung von Schwangeren und Gebärenden. Einerseits hat das viel mit den langen Wegen zu tun, die Menschen zurücklegen müssen, um Hilfe zu holen. Andererseits stirbt aber auch nahezu jede zweihundertste Frau bei der Geburt, da die meisten zuhause entbinden und dabei ohne professionelle Hilfe verbluten. Aids ist nicht mehr, wie allgemein angenommen wird, eine der häufigsten Krankheiten. Lange hat sich auch in Uganda alles um die Eindämmung der Aids-Pandemie konzentriert. Daher gibt es inzwischen gute Fortschritte und die Anzahl der Erkrankungen ist rückläufig. Da Malaria und andere Krankheiten vernachlässigt wurden, ist diese immer auch noch Haupttodesursache. Dabei ist diese Erkrankung durch Vorsorge und zwar Moskitonetze, die mit einem Pestizid imprägniert sind, gut vermeidbar. Weitere häufige Todesursachen liegen bei Durchfallerkrankungen und Lungenentzündung. Nachts, besonders in der Regenzeit, ist es auch in Uganda kalt und oft fehlen Decken, und die Häuser sind auch nicht dicht. Und auch hier zeigt sich wieder, wie man mit Wissen und ganz einfachen Mitteln Menschenleben retten kann.An erster Stelle werden wir Dorfgesundheitshelfer ausbilden, deren Aufgabe insbesondere in der Vermeidung von Krankheiten liegt. Die Verhinderung von Erkrankungen durch Bau von Latrinen, Beratung über Nutzung von Moskitonetzen, sauberes Wasser durch Kontrolle des Wassers in den Zisternen und Hilfe in der Primärtherapie bei Verdacht auf Malaria sehen wir als deren Hauptaufgabe. Dafür müssen Basismedikamente im Dorf vorrätig sein. Oftmals warten die Eltern zu lange mit der Behandlung der Kinder, da diese ja mit Weg und Kosten verbunden sind. Kleine Kinder geraten dabei schnell in eine Anämie oder die Malariaerreger verursachen eine Gehirnmalaria. Beides endet oftmals tödlich. Auch werden wir für ausreichend Moskitonetze sorgen, insbesondere für Schwangere und Familien mit Kindern. Ebenso sollen ehrenamtliche traditionelle Hebammen geschult werden, um Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt zu vermeiden.

 

Ausgangslage

Zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung stand im 2 Kilometer entfernten Gemeindezentrum Naluggi eine Krankenstation zur Verfügung. Die Station konnte mit ihren bisherigen Mitteln nur notdürftige Hilfe leisten.

 

Landwirtschaft/Ernährung

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Ziel

Die Landwirtschaft ist derzeit die einzig mögliche Einnahmequelle. Um hier erfolgreich zu sein, lernen die Bewohner, wie sie aus ihrer Subsistenzwirtschaft eine systematische Überschuss-produktion gestalten.

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24. Januar - Gabor macht in Landwirtschaft

Wir freuen uns riesig. Heute hat unser Mitglied Gabor beschlossen sich zukünftig um das Ressort Landwirtschaft zu kümmern.
Er kam vor Ort in Kasambya gleich mit vielen Ideen um die Ecke. Wir sind gespannt.

 

 

27. Juni 2016 

Von Ferkeln und Saatgut

Schwein gehabt, könnte man sagen - Die Nachricht, die uns aus Kasambya erreicht ist schweinisch gut. Ein weiterer Schritt in die Unabhängigkeit. Es wurde ein Lehr-Schweinestall direkt im Dorf errichtet. Wofür fragen Sie sich? Die Dorfbewohner lernen hier nicht nur den Umgang mit Ferkeln, sondern auch wie eine Schweinezucht funktioniert. Schon nach 12 Monaten können einstige Ferkel selbst Ferkel bekommen. diese Ferkel können dann zu einem guten Preis verkauft werden.

Doch das ist nur eine der guten Nachrichten. Die Dorfgemein-schaft hat beschlossen ein Landwirtschaftsfachgeschäft zu eröffnen, um die Bauern im Dorf mit qualitativ hochwertigen Saatgut zu versorgen. Dadurch verbessert sich die Ernährungssituation und wirtschaftlich gesehen, können die Bauern mehr Gewinn beim Ernteverkauf erzielen.
Hilfe zur Selbsthilfe – in Kasambya funktioniert es.

15. April 2014

Die Landwirtschaft kann mittlerweile auf gute Erfolge zurückblicken. Die Mehrheit der Bewohner hat das Prinzip der Zwischenlagerung begriffen und immer mehr schließen sich der Genossenschaft an. Das Grundstück, auf dem die Schule gebaut werden soll, wird zwischenzeitlich gemeinsam mit Mais bebaut.

 

Das Lager ist von Ernte zu Ernte besser gefüllt und der Ertrag wächst stetig.

 

30. August 2012

Die letzte Maisernte wird getrocknet. Anschließend kommt sie in das neue Lagergebäude.

 

 

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21. April 2012 - Genossenschaftsgebäude kurz vor der Inbetriebnahme 

Die Errichtung eines Genossenschaftsgebäudes mit Lagerräumen, in denen die Bauern Mais, Bohnen und Erdnüsse für die nächste Aussaat sowie ihr gesamtes Erntegut solange lagern können, bis der höchste Preis erzielt werden kann, wurde beschlossen. Die benötigten Backsteine sind bereits von den Bewohnern für den Bau der neuen Schule produziert worden und sollten aufgrund höherer Priorität des Lagerhauses Verwendung finden.

Nur wenige Monate nach der Ernte kann sich der Preis für Mais fast verdoppeln. Mit dem Verkauf des Erntegutes des gesamten Dorfes könnten  Zwischenhändler, die mit den einzelnen Bauern feilschen ausgeschaltet und aufgrund besserer Kenntnis der Marktsituation in der Stadt  bessere Preise erzielt werden.

Bisher wurde Mais vor allem als Verkaufsfrucht angesehen und wenig konsumiert, da eine  Maismühle nur weit entfernt vorhanden ist, und die Kosten für den Transport und das Mahlen gescheut wurden. 

Die geplante Anschaffung einer Mühle verbessert als erstes die Ernährung der Dorfbevölkerung und ermöglicht eine weitere Veredelung des Maises zu Mehl, welches in den Städten sehr nachgefragt wird.

Mit diesen beiden großen Vorhaben (Lagerhaus und Maismühle) und einer  soliden Ausbildung  der Buchführung hoffen wir, dem Dorf soweit geholfen zu haben, dass es keiner weiteren größeren finanziellen Unterstützung im landwirtschaftlichen Sektor bedarf

Das “Hand in Hand“ Team in Kasambya wurde bestärkt, nur noch solche Dorfbewohner zu unterstützen, die an der Fortbildungen und den Zusammenkünften teilnehmen und bei gemeinschaftlichen Aktivitäten mitarbeiten.

 

Januar 2011 - Besuch unseres Landwirtschaftsexperten in Kasambya

Während eines einwöchigen Besuches unseres Landwirtschaftsexperten Dr. Jürgen Dengel aus Deutschland im Januar 2011, konnte sich dieser von dem großen Angagement und der Qualifikation von Julius Kyeyune als lokalem landwirtschaftlichen Berater überzeugen. 

 

Der Erfolg der Unterweisungen und Beratung der Dorfbevölkerung in  nachhaltiger Landwirtschaft waren bereits sichtbar und trugen erste Früchte. Am Ende des Aufenthalts wurde vom Komitee eine Prioritäten-Liste erstellt und  als Aktionsplan 2011 mit den geschätzten Kosten formuliert.

Die Schaffung eines  COOP-Verkaufstelle für im landwirtschaftlichen Sektor benötigtes Gerät bzw. Materialien wurde beschlossen und mit Kapital versehen. Vorerst wird nur die vom einzelnen Bauern bestellte Ware eingekauft und von ihm  bar oder auf Kredit plus Zinsen erstanden.

Ein nochmaliger und damit letzter Kauf von Saatgut durch “Hand in Hand“ Deutschland wurde dem Dorf mitgeteilt.

 

2011

Mit einem Kredit für Landkauf wird Julius Kyeyune als "Muster-Farmer" an das Dorf gebunden und beauftragt aus dem Aktionsplan 2010 diejenigen Maßnahmen zu vermitteln, die nach seiner Ansicht langfristig zu einer Verbesserung der landwirtschaftlichen Situation beitragen können. Gekauftes landwirtschaftlichem Gerät gehört der Gemeinschaft und wird ausgeliehen. Ausgegebenes  Saatgut (Mais, Bohnen, Erdnüsse) muss nach der Ernte mit Aufschlag zurückgegeben werden. Weiterhin soll die Dorfgemeinschaft geübt werden für die Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, um dann später in einer Kooperative aufzugehen.

 

Erreichte Ziele 2010

Schwierigkeiten  bei der Bildung eines „Wir-Gefühles“ kamen zum Ausdruck. Solange es etwas umsonst gibt, sind alle dabei. Wenn Fortbildung oder gemeinschaftliche Aktivitäten gefordert werden, dann lässt die Teilnahme bzw. die Begeisterung nach.

Um Mitglied  der “Hand-in-Hand“  Gemeinschaft zu werden, wird ein kleiner Mitgliedsbeitrag eingefordert, der teilweise nicht bezahlt wird.

Die zum Ausleihen gekauften Gerätschaften waren sehr willkommen aber nicht ausreichend. Die besseren Erträge mit dem neuen Saatgut wurden gewürdigt und das ausgegebene Saatgut mit Aufschlag zurückgegeben, von der Gemeinschaft (Kooperative) gelagert, um es dann für die zweite Saat wieder an die Bauern auszugeben. 

Die landwirtschaftlichen neuen Maßnahmen, die Julius  unterrichtete, sind von den engagierten Mitgliedern übernommen worden. Diese Kulturmaßnahmen müssen durch zusätzliche Arbeit langfristig durchgeführt werden, um Erfolg zu zeigen.

Prävention und langfristige Planung sind in diesem Kulturkreis und der lokalen Lebenssituation schwer zu vermitteln.  Es stellte sich, wie überall in Afrika heraus, dass die Frauen besonders interessiert sind. Erfreulicherweise sind sie mit 50% im “Hand in Hand“ Komitee vertreten.

Es wurde in Kasambya entschieden, die Hilfsmassnahmen nur noch denjenigen Dorfbewohnern zukommen zu lassen, die bereitwillig mitarbeiten.

 

25. Februar 2010 - Wir setzen auf Push & Pull

Nachhaltige, pestizidfreie Landwirtschaft gehört zu unseren Strategien. DerStängelbohrer, Afrikas schlimmster Mais-Schädling, kann die gesamte Ernte zerstören.

Das internationale Insekten Forschungs-Institut ICIPE hat zusammen mit der lokalen Bevölkerung in Kenia eine erfolgreiche "Push-pull"-Strategie entwickelt: Rund um das Maisfeld wird Napiergras (ein Futtergras) gepflanzt, dessen Duft den Stängelbohrer anzieht. Der Schleim des Napiergrases tötet einen Großteil der Stängelbohrerlarven ab. Zwischen den Maisreihen wird die die bohnenverwandte Pflanze Desmodium angepflanzt, deren Duft den Stängelbohrer aus dem Feld vertreibt. Napiergras ‚zieht’ den Stängelbohrer aus dem Feld, Desmodium ‚stößt’ ihn aus dem Feld: Ein gut funktionierendes"Push & Pull"-System auf das wir die Dorfbewohner in Zukunft schulen werden.


30. September 2009 - Landwirtschaftliche Situation schlimmer als vermutet!

Unser Landwirtschaftsexperte Dr. Hans-Jürgen Dengel hat mit einem Zensus die landwirtschaftlichen Verhältnisse in Kasambya untersucht. Die ersten Ergebnisse sind selbst für den erfahrenen Entwicklungshelfer schockierend. 

Die Schulung der Bewohner hat zwar deutlich sichtbare Fortschritte für sie gebracht, aber auch gezeigt, dass sie hier noch erhebliche Defizite haben. Hier die ersten Ergebnisse des landwirtschaftlichen Zensus:

  • 82% der betroffenen Bevölkerung leiden mehr als 2 Monate und 47%. Mehr als 3 Monate Hunger, da bei ihnen die zur Verfügung stehende  Ackerfläche viel zu gering ist, und die Böden anscheinend ausgelaugt sind.
  • Es fehlt an landwirtschaftlichen Geräten, wie zum Beispiel Hacken, Rechen, Gießkannen und Schubkarren. Zum Kauf haben sie kein Geld.
  • Durch den fehlenden Anbau von z. B. proteinhaltigen Feldfrüchten können sich die Bewohner nicht ausgewogen ernähren. Sichtbar wird  das an den aufgedunsenen Bäuchen der Kinder. Deren Ernährung basiert fast ausschließlich auf Kohlehydraten.
  • Es fehlt an Geld um Saatgut und Geräte zu kaufen.
  • Es fehlt an Lagermöglichkeiten. Geerntete Feldfrüchte müssen sofort  konsumiert werden. Der Rest verfault oder wird durch Insektenbefall ungenießbar.
  • Zu wenige und zum Teil kranke Nutztiere bringen zu wenig Fleisch auf den Tisch. Die ausgewogene Ernährung wird damit noch schwieriger. Zum Ankauf von Nutztieren vor allem Hühnern und Schweinen fehlt das Kapital. 

 

 

 

 

 

Schulbildung/Erwachsenenbildung

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Ziel

Bildung ist die Basis für nachhaltige Entwicklung. Mehr als 400 Kinder sollen zukünftig in einem neuen Schulgebäude eine qualitativ hochwertige Grundschulbildung erhalten.

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24. Juli - Nach einer Woche stehen die Grundmauern

Unglaublich, in welcher Geschwindigkeit und mit welcher Präzision das ugandische Unternehmen arbeitet. Nach einer Woche ist, wie geplant, die Grundplatte fertig.

16. Juli - Es geht los

Dieser Tag war ein ziemlich glücklicher Tag für unser Projekt. Der erste Spatenstich für die neue Schule steht symbolisch für den Beginn einer neuen Zeit für die Menschen in Kasambya. Vorweg schon mal einige Impessionen

23. Juni - Im Juli können wir mit dem Neubau der Schule beginnen

 

Und wir brauchen mehr denn je dringend eure Hilfe, da wir vom BMZ nur einen Zuschuss erhalten....Hier können Sie helfen.

 

November 2014 - Die neue Schule wird 2016 gebaut!

Der Neubau der Schule ist für 2016 geplant. Aber zunächst muss die Finanzierung stehen. 75 Prozent bekommen wir vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. 25 Prozent muss unser Projekt selbst unter anderem über Spenden aufbringen. Das bedeutet, dass wir für den ersten Bauabschnitt bis September nächsten Jahres 12.500 Euro Spenden sammeln müssen. Sie können uns dabei helfen! Jeder Betrag zählt! Ein Sack Zement kostet zum Beispiel 10 Euro und davon brauchen wir sehr viele. 

Also, schenken Sie doch einfach mal einen (oder mehrere) Sack Zement oder Steine.

 

 

Zum Beispiel: 500 Ziegelsteine (20 Euro) oder 1 Sack Zement (10 Euro)

 

September 2014 - Ein zweiter Architekturentwurf für den Schulneubau liegt vor

So in etwa soll der Schulkomplex aussehen. Jetzt muss über die Qualitäten, Ausbaustufen und Kosten mit dem Architekten diskutiert werden.

 

Januar 2013 - Vorbereitungen für das neue Schulgebäude in Kasambya 

Die Vorbereitungen für den Neubau des neuen Schulgebäudes in Kasambya sind in vollem Gange. Folgende Schritte sind notwendig:

1. Grundbucheintrag (das schwierigste Kapitel)

2. Bildung eines Konstuktionsteams 

  • Rev.Fr.Joseph Remmy Lubwama Musisi.- Coodinator
  • Mr.Noa Kakooza-Adminstrator St. Francis Hospital Mityana - as Advisor  
  • Mr.Gerald Ssali – District Inspector of Schools Mityana Districy and Director Denis Katumba Primary School Mityana – as Advisor.
  • Ms. Margaret Mamatovu Ssanyu- Audit Administrator Centenary Bank Namirebe Branch Kampala – as Financial Advisor.
  • Mr.Kisomose Paul  from Hand in Hand Association Executive Kasambya
  • Mrs. Nakalembe Sarah from Hand in Hand Association Executive Kasambya
  • Mr.Bukenya Noah from Hand in Hand Association Executive Kasambya

Status bis 2011

Die nächst gelegene offizielle Grundschule (Primary School) befindet sich im 3 Kilometer entfernten Gemeindezentrum Naluggi. Hier gehen täglich 650 Kinder aus der Umgebung davon 40 aus Kasambya zur Grundschule. Eine Klasse wurde von "Hand-in-Hand" mit neuen Schulbänken ausgestattet.



Die Schule verfügt über die Klassen 1-7. Derzeit wird in Naluggi ein weiteres Gebäude für eine Sekundarstufe gebaut.

 

3. Juni 2009 - Die Schulbänke sind endlich fertig

"Europäer haben Uhren, Afrikaner haben die Zeit", so lautet ein altes afrikanisches Sprichwort, das auch leider immer wieder in unserem Projekt gilt. Die Schulbänke, für die uns ein Spendenbetrag anläßlich des des Schulfestes der GGS Reichenberg am 3.12.2007 (!) übergeben wurden nun endlich fertiggestellt und geliefert. 




29. April 2009 - "Good Hope" wird neu gebaut

Auf unserem letzten Projektmeeting haben wir beschlossen, dass wir die jetzige Schule in Kasambya, die den Namen "Good Hope" wirklich zu Unrecht trägt neu bauen werden.



Zur Zeit kommen jeden Tag 370 Kinder (300 aus Kasambya und 70 von außerhalb) um hier am Unterricht teilzunehmen. Die Vorraussetzungen für effektives Lernen können kaum schlechter sein. Es gibt kaum Schulbänke und Tafeln oder sonstiges Unterrichtsmaterial. Drei Lehrer unterrichten die Klassen 1 bis 7 der Primary School - vergleichbar mit unserer Hauptschule. Die Eltern müssen jährlich einen Betrag von 36€ Schulgeld pro Kind für die privat betriebene Behelfsschule zahlen.
Geplant ist ein Neubau aus Ziegelsteinen mit ausreichend Räumen für alle Schüler. Hierfür wird zunächst ein passendes Grundstück gesucht. Gleichzeitig analysieren wir die Anforderungen für einen angemessenen Unterricht. Danach weren wir die Rahmenbedingunegn an einen ugandischen Archtitekten übergeben, der uns einen Plan entwirft.

 

4. Juni 2008 - "Good Hope in Kasambya"

Bad Honnef, morgens gegen 7.30 Uhr
Einem Autokorso gleich quälen sich große und kleine PKW durch die engen Straßen zu Kindergärten und Schulen. Eltern liefern ihre Kinder aus Sorge um deren Sicherheit direkt vor den Toren der jeweiligen Einrichtung ab.

Kasambya, Uganda
Ganz anders sieht es in dörflichen Gegenden Ugandas aus. Beschwerliche Fußwege von mehr als 5 km Länge ohne die Begleitung Erwachsener sind dort auch für vier- und fünfjährige Kinder an der Tagesordnung, wenn sie eine Vorschule oder eine Schule besuchen wollen.



Diesen unerträglichen Zustand nahmen Henry Ssenkaatuuka und Moses Mupanda zum Anlass, mit der Unterstützung von Isaac Kisumbo die „Good Hope Infants School“ zu gründen. Diese Schule liegt im Bezirk Kasambya – Mityana. Sie wurde 2003 gegründet, u.a. mit der Intention, einen annehmbaren Schulweg zu ermöglichen, die Qualität der Schulbildung deutlich zu verbessern und neue Arbeitsplätze in der Nähe zu schaffenWas als kleines Projekt mit 37 Kindern begann, ist mittlerweile eine stattliche Schule mit insgesamt 220 Schülerinnen und Schülern, die eine Vorschule und eine Schule bis Klasse 7 beinhaltet.

„Unterstützt wird dieses Vorhaben auch durch das unermüdliche Engagement der Eltern. Viele Schwachstellen behindern den Schulablauf, wie z. B. der schlechte Zustand der Gebäude, das Fehlen einer direkten Wasserversorgung, die aufgrund der großen Armut oft stockenden Elternbeiträge, wodurch Schulmaterial und andere Notwendigkeiten nicht im notwendigen Umfang angeschafft werden können.“, sagt Ursel Nunner, als Lehrerin verantwortlich für die Schulbildung im Projektteam in Bad Honnef.Trotz dieser Einschränkungen und Missstände haben es die Gründer dieser Schule geschafft, eine Schulspeisung für die Kinder zu gewährleisten, und sie setzen sich weitere ehrgeizige Ziele.
So plant man natürlich eine Gebäudesanierung, eine direkte Wasserversorgung und ein Internat für solche Kinder, die die „Good Hope Infants School“ besuchen möchten, aber weiter entfernt wohnen. Ebenso arbeiten die Lehrerinnen und Lehrer an der stetigen Verbesserung des Bildungsstandards im Dorf, um den Kindern den Einstieg in weiterführende Schulen in benachbarten Städten zu ermöglichen. Nur durch eine nicht abreißende Kette von gründlicher Schulbildung und anschließender Berufsausbildung ist die Chance gegeben, eine Arbeitsstelle zu finden und so der Armut zu entrinnen.Die „Father Charles Convention“ hat auch hier im Rahmen ihrer Hilfe zur Selbsthilfe erste Maßnahmen zur Unterstützung eingeleitet und dafür gesorgt, dass marode Schulbänke erneuert werden. Weitere Schritte zur Verbesserung der Qualität werden folgen.

 

6. September - Wir brauchen Spezialisten!

Die Ausbildung von Spezialisten und Experten ist ein wichtiger Aspekt auf dem Weg Kasambyas in die wirtschaftliche Unabhängigkeit.


Foto: Lule Louis, Auszubildender im Bereich Landwirtschaft

Derzeit kann kein einziger der Dorfbewohner eine spezialisierte Ausbildung vorweisen. Nur wenige Dorfbewohner haben überhaupt einen Schulabschluss der Sekundarstufe II, der sie befähigen würde, eine Ausbildung beginnen zu können.Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden, wenn die gesteckten Ziele, wie beispielsweise die Versorgung des Dorfes mit Elektrizität oder die Gründung einer landwirtschaftlichen Genossenschaft mit nachhaltiger Wirkung umgesetzt werden sollen.

Dank des großen und unermüdlichen Einsatzes von Father John-Paul Jjumba, dem Projektleiter vor Ort in Uganda, ist es uns gelungen, zwei geeignete Ausbildungszentren zu finden, die im Bereich Elektrik bzw. Landwirtschaft ausbilden. Unter den Dorfbewohnern konnte er zwei junge motivierte und engagierte Männer ausfindig machen, die alle Voraussetzungen erfüllen, um eine Ausbildung beginnen zu können.

Somit ist ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht: Pünktlich zum 1. August konnten unsere beiden Kasambyaner ihre Ausbildung aufnehmen. Der 22 Jahre alte Charles Mubiru hat am St. Josephs Technical Institute Kisubi in der Nähe von Kampala eine 2 ½ Jahre dauernde Ausbildung zum Elektriker begonnen.Im Bereich Landwirtschaft wird der 25 Jahre alte Lule Louis ausgebildet.

Seine Ausbildung im Mityana Agrovet-Institute (MAVI), die auch betriebswirtschaftliche Aspekte beinhaltet, wird ebenfalls 2 ½ Jahre dauern.In beiden Schulen wird ähnlich wie in Deutschland nach einem sogenannten Dualen System unterrichtet: Neben dem theoretischen Schulunterricht besteht ein großer Anteil des Unterrichtes aus praktischen Übungen. Das Schuljahr ist wie überall in Uganda üblich in Trimester unterteilt.Die Ausbildungskosten betragen für den gesamten Zeitraum von 2 ½ Jahren jeweils 2.100,– €. Finanziert werden sollen diese Maßnahmen zu einem großen Teil über die Internet-Plattform www.betterplace.org, auf der wir einzelne Teilprojekte eingestellt haben. Gespendet werden kann aber auch jederzeit auf dem herkömmlichen Weg: entweder auf das Konto des Vereins Nr. 20004255, BLZ 380 512 90.

Nach dem Ende ihrer Ausbildung warten auf unsere beiden Experten spannende Herausforderungen:Zu den Aufgaben des Elektrikers würde dann beispielsweise die Wartung einer Hybridanlage auf der Basis von Photovoltaik und Jatrophapflanzendiesel gehören. Sollte diese realisiert werden können, ist es unerlässlich, einen Experten vor Ort zu haben, der die Nachhaltigkeit der Anlagen sicherstellt. Für die Kultivierung der Jathrophapflanzen wäre zudem das Knowhow des Landwirtschaftsexperten wichtig. Er soll außerdem unter anderem mit der Gründung und Leitung einer landwirtschaftlichen Genossenschaft betraut werden. 

 

Status ab 2002

In Kasambya wurde auf die private Initiative von Isaak Kisembo, eines Dorfbewohners wurde 2002 eine provisorische Einrichtung die "Good Hope School" mit einfachsten Mitteln errichtet, in der 404 Kinder (ca. 100 aus Kasambya und 300 von außerhalb)von der 1. bis zur 7. Klasse unterrichtet werden.




Diese Schule hat allerdings bisher leider keine staatliche Lizenz, so dass die Kinder keine Abschlusszeugnisse bekommen. Dazu müssen sie nach Abschluss der Klasse 7 eine Prüfung an der anerkannten Primary School in Naluggi ablegen.

 
Gebäude 1 der "Good Hope School"

Wie die Bilder zeigen, können die Vorraussetzungen für effektives Lernen kaum schlechter sein. Kaputte Schulbänke und Tafeln und auch  Unterrichtsmaterial ist nicht ausreichend vorhanden. Acht Lehrer unterrichten die Klassen 1 bis 7.


Innenausstattung


 
Gebäude 2 der "Good Hope School"

Eckdaten "Good Hope School"(2010):

CLASS                         # girls # boys Total
Baby class 31 29 60
Middle class 18 26 44
Top class 29 22 51
Primary one 14 21 35
Primary two 19 15 34
Primary three 20 22 42
Primary four 22 20 42
Primary five 24 27 51
Primary six 11 16 27
Primary seven 12 6 18
Total 200 204 404



- 404 Kinder davon ca.100 aus Kasambya und 300 von  
  außerhalb.

- Lehrerverdienst (monatlich): 30,00 - max. 45,00 €
  Zum Vergleich: ein nicht studierter Lehrer in der Stadt bekommt
  ein Anfangsgehalt von 55,00 €.

- Schulgeld pro Trimester und Schüler:
                         Klasse 1-4:                      4,80€
                         Klasse 5-6:                      5,60€
                         Klasse 7:                       13,00€     
  inklusiv Verpflegung (Porridge und Wasser).

"Good Hope School" hat keine staatliche Zulassung, da sie die Rahmenbedingungen nicht erfüllt. Um ein Abschlusszeugnis zu erlangen müssen die Kinder der Klasse 7 daher eine Abschlußprüfung an der Primary School Naluggi absolvieren. Die Prüfungszulassung dort kostet 7,50€.


Projektziele:
Geplant ist ein Neubau aus Ziegelsteinen mit ausreichend Räumen für alle Schüler. Hierfür wird zunächst ein passendes Grundstück angemietet. Gleichzeitig analysieren wir die Anforderungen für einen angemessenen Unterricht. Danach weren wir die Rahmenbedingunegn an einen ugandischen Archtitekten übergeben, der uns einen Plan entwirft.

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