Energie/Telekommunikation/Mobilität  

Hand in Hand for a better life

(Father Charles Convention e.V.)

Basis für die Weiterentwicklung fast aller Lebensbereiche ist Energie, Telekommunikation und Mobilität. Die Sicherstellung der technologischen Versorgung soll mit Hilfe der Industrie erfolgen.


 

Mai 2010 - Und es werde Licht...

Bestehend aus jeweils einem Photvoltaik-Panel, die aus dem Programm Solar2World der Bonner Solarworld AG gesponsert wurden, einer Batterie mit zugehörigem Laderegler sowie Energiesparleuchten, Schaltern und Kabeln konnten zwei Häuser komplett elektrifiziert werden. Auf dem geplanten Neubau des Schulgebäudes 2013 soll eine große Anlage zur Versorgung der Bereiche Bildung und Landwirtschaft installiert werden. Die benötigten Photovoltaikpanels hat und Solarworld bereits kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Montage der Panels auf den Dächern erforderte Improvisation, da entsprechende Halterungen zunächst vor Ort angefertigt werden mussten. 

Die Arbeiten wurden überwiegend von den Einheimischen unter Anleitung von Gabor Pribil durchgeführt. Die folgenden Anlagen sollen von den Bewohnern unter der Leitung des Elektrikers Charles Mubiru, der sich zur Zeit in der Ausbildung befindet, selbst aufgebaut werden.
 

8. Juli 2009 2010 - Wir proben den "Ernstfall"

Vor wenigen Tagen hat Solarworld die ersten beiden Photovoltaikmodule ausgeliefert.  Zusammen mit den so genannten „Lightboxen“ der Firma Energiebau aus Köln werden die ersten zwei Häuser in Kasambya noch in diesem Jahr mit Strom versorgt.  Doch wie funktioniert die Installation der Stromanlage ohne Strom, ohne Akkuschrauber und ohne elektrische Bohrmaschine? Ein Probeaufbau sollte Klarheit bringen. Aufzubauen waren ein 80Watt Photovoltaik-Modul sowie die „Lightbox“ in deren Metallgehäuse eine wartungsfreie Gel-Batterie ein Laderegler und eine 12V-Steckdose miteinander verkabelt sind. Durch die hervorragende technische Unterstützung von Solarworld war das Zusammenfügen der Komponenten letztendlich ein Kinderspiel und war innerhalb von 1 Stunde betriebsfertig. Im Rahmen eines Vorprojektes mit Solarworld bekommen zunächst zwei von den 100 Häusern in Kasambya eine Photovoltaikanlage. Damit haben dann diese beiden ersten Haushalte in den Abendstunden und nachts Strom für Licht, das Laden von Handys und Energie für Radios. Mit den zwei Anlagen soll der in der Ausbildung befindliche Elektriker Charles Mubiru erste Erfahrungen beim Bau, der Wartung und der Reparatur sammeln. Andererseits wollen wir die Akzeptanz bei den Bewohnern testen. Bei der nächsten Projektreise im August, werden wir die Rahmenbedingungen ermitteln. Dabei sind die Beschaffenheit der Umgebung, der Aufstellungsort und die Ausrichtung der Module sowie Kabellängen zu beachten.
Im Herbst werden die Anlagen nach Uganda verfrachtet und von Gabor Pribil in Zusammenarbeit mit den Bewohnern von Kasambya aufgebaut.
Langfristig soll jede Familie in den Genuss einer PV-Anlage kommen. Als Gegenleistung für die Bereitstellung des Stroms sollen die Bewohner Aufgaben im Projekt wahrnehmen, zum Beispiel die Herstellung von Ziegelsteinen für den Bau eines Schulgebäudes und der Produktion von Jatropha zur Biodieselölgewinnung. 

27. Oktober 2008 - Solarworld AG sponsert Sonnenenergie für Kasambya

„Wir sind dabei! Das haben wir wirklich nicht zu hoffen gewagt!“ freut sich Gabor Pribil, verantwortlich für Energie im Projekt „Hand in Hand for a better life“. Von der Initiative Solar2World der Bonner SolarWorld AG bekommt der Verein kostenlos die notwendigen Solarpanels zur Stromerzeugung sowie die dazu benötigten Wechselrichter für Kasambya in Uganda. 
Angefangen hatte alles mit einer kurzen Zeitungsmeldung, in der SolarWorld ein Sponsoring für gemeinnützige Zwecke ankündigte.Gelesen und zum Telefon greifen war für Gabor Pribil ein Gedanke. Ein kurzfristig vereinbarter Termin brachte das Projekt dann sofort um Lichtjahre weiter. SolarWorld AG hat den Verein und das Projekt "Hand in Hand for a better life" genauestens unter die Lupe genommen und für das Programm Solar2World ausgewählt. Mit diesem Programm hat sich SolarWorld entschlossen, einen Teil ihrer Produktion, sogenannte "Charity-Module", ausgewählten gemeinnützigen Initiativen zur Verfügung zu stellen. 

 

25. August - Biodiesel aus "Unkraut"? 

„Leider funktioniert das nicht hier bei uns in Nordeuropa.“ bedauert Gabor Pribil, verantwortlich für Energiekonzepte im Projekt der Father Charles Convention. Die äußerst genügsame Pflanze um die es hier geht heißt „Jatropha curcas“. Sie ist baumähnlich und kann bis zu 100 Jahre alt werden kann, aber wie gesagt sie braucht leider subtropisches Klima. Das tolle ist aber, dass sie bereits seit Generationen in Kasambya wächst und die Bewohner haben sie bisher nur als Wallhecken zum Schutz ihrer Gärten genutzt. Eine Erkenntnis, die den Energiespezialisten Pribil vor einer Woche direkt in die Gewächshäuser von Professor Dr. Klaus Becker führte.   

Professor Becker ist der international anerkannte „Jatropha-Papst“ und beschäftigt sich in seinem Institut an der Uni Hohenheim bei Stuttgart seit 15 Jahren mit der noch nicht domestizierten Wildpflanze. Rund um den Globus existieren davon 176 Arten, die meisten davon sind für Mensch und Tier giftig. „Die etwa zwetschgengroßen Früchte der Pflanze enthalten zwei bis drei Kerne, die sehr ölhaltig sind und das erstaunliche daran ist, dass man das ausgepresste Öl ohne weitere Behandlung direkt in den Dieseltank schütten kann.“ sagt Prof. Becker. Sein Institut hat das in den vergangenen vier Jahren in einem Großversuch in Kooperation mit Daimler-Benz in Indien nachweisen können. Anders als bei Baumwolle oder Kaffee kann man hier schon heute einen enorm wachsenden Markt erwarten, denn das Jatrophaöl gilt heute als fast gleichwertiger Ersatz für fossile Brennstoffe. In Ghana liegt der Ölpreis der Pflanze bereits bei 1US$ pro Liter. Aber nicht nur in Fahrzeugen lässt sich der Biosprit verwenden. Die Bewohner Kasambyas können in Zukunft damit kochen und damit der unkontrollierten Holznutzung entgegenwirken. Und natürlich soll auch, neben der geplanten Solarenergie, der benötigte Strom für Werkstätten aus einem mit Jatropha betriebenen Dieselgenerator kommen. Die Früchte können nur per Hand geerntet werden und sichern so eine Menge Arbeitsplätze. Und das alles bei einer ausgeglichenen Ökobilanz, denn das Öl verbrennt natürlich nur die Menge an Kohlendioxyd, die die Pflanze vorher aus der Luft aufnehmen konnte. Der Abfall lässt sich schon heute als hochwertiger Dünger für alle Pflanzen verwenden und Professor Becker forscht unter anderem zurzeit an einer einfachen Technologie, dem Abfall die Giftstoffe zu entziehen.  „Man erhält damit ein sehr proteinreiches Tierfuttermittel, und andererseits können die giftigen Substanzen in der Pharmaindustrie zum Einsatz kommen.“ sagt Professor Becker.  „Wichtig ist jetzt die Entwicklung eines Geschäftsmodells, wie man möglichst viele Einwohner von Kasambya an dem Projekt beteiligen kann.“ stellt Gabor Pribil fest und wird in den nächsten Wochen weitere Gespräche mit INWENT sowie Unternehmen führen, die auf dem gleichen Weg sind.Übrigens, mit einem Liter Jatropha-Diesel kann man gut 15 km Auto fahren, oder fünf Stunden bügeln. Jedoch weder das eine noch das andere ist heute in Kasambya denkbar. Aber die Father Charles Convention arbeitet auch daran. 

21. April 2008 - T-Mobile spendet 2 Mobiltelefone für unser Projekt

In Afrika ist, wegen des fast nicht vorhandenen Festnetzes, Mobiltelefonie ein Wachstumsmarkt. In fast allen Ländern des Kontinents steigt die Zahl der Handys rasant. Damit wir mit unseren Projektmitarbeitern vor Ort permanent Verbindung halten können, hat uns die T-Mobile freundlicherweise 2 Mobiltelefone gespendet. Mit den Telefonen kann man aber nicht nur telefonieren, sondern über ein eingebautes Modem machen sie das Laptop sogar internetfähig. So ist gewährleistet, dass wir mit unseren Projektpartnern vor Ort schneller kommunizieren können.

7. Dezember 2007 - 29 Radios sind auf dem Weg nach Kasambya

Heute haben 29 Radios die Reise nach Kasambya angetreten. Die Radios funktionieren ohne Batterien. Wenn man 3 Minuten an dem eingebauten Dynamo kurbelt, kann man 30 Minuten Radio hören. Warum Radios?
Ein Großteil der erwachsenen Bewohner haben noch nie Kasambya verlassen. Um ihre Neugier zu schüren werden wir sie in einem ersten Schritt mit Radios versorgen, damit sie über aktuelle Informationen verfügen, und so neugierig darauf werden, wie sich das Leben außerhalb ihres Dorfes verändert.